Theo Bos: Meine Hennen mit unbehandelten Schnäbeln verschütten nun weniger Wasser

Theo Bos: Meine Hennen mit unbehandelten Schnäbeln verschütten nun weniger Wasser

„Jeder ist nach vierzehn Tagen betriebsblind“, zitiert Legehennenhalter Theo Bos vom Betrieb Boerderij de Peppel in Barneveld eine seiner früheren Lehrerinnen. Dass man nie ausgelernt hat, stellte er auch bei der Errichtung seines dritten Stalls fest. Er sah unter anderem dank eines Managementsystems, dass der Wasserverbrauch bei zwei neuen Nippeltränken mit Tränkenippeln vom Typ I-Flex 14-SP von Impex Barenveld um ein Zehntelmilliliter pro Gramm Futter und Tier niedriger war als im alten Stall. „Wasser, das verschüttet wird, sorgt für nasseren Kot auf dem Kotband. Jeder Geflügelhalter weiß, dass nasser Kot Geld kostet.“

„Tick, tick, tick, tick. Eine Henne, die trinkt. Das ist für mich das schönste Geräusch, das es zu Beginn eines neuen Durchgangs gibt“, sagt Theo Bos, während er das Tor zum Legehennenstall öffnet. Die Hennen mit ungekürzten Schnäbeln drücken mühelos auf die Tränkenippel, um zu trinken.

Bos‘ neuer Stall wurde von Jansen Poultry Equipment aus Barneveld eingerichtet und bietet 18.000 NOVOgen Brown Classic-Hennen Platz, die nach den Anforderungen des niederländischen Systems ‚Beter Leven‘ mit drei Sternen gehalten werden. Der zweite Stall wurde 2016 von Grund auf renoviert. Darin werden 14.000 Legehennen ebenfalls nach dem System ‚Beter Leven‘ mit drei Sternen gehalten. Die Renovierung fand ein Jahr nach der Umstellung auf Legehennen mit ungekürzten Schnäbeln statt.

Impex Tränkesysteme

Idealer Tränkenippel für Legehennen mit ungekürzten Schnäbeln

Legehennen mit ungekürzten Schnäbeln haben aufgrund ihres längeren Oberschnabels eine andere Art zu trinken. Sie drücken mit der Schnabelseite gegen den Tränkenippel, weil sie ihn aufgrund des längeren Oberschnabels nicht mehr von unten erreichen können. Deshalb ist ein 360-Grad-Nippel mit niedriger seitlicher Wasserabgabe besser geeignet als ein 180-Grad-Nippel, weil dann weniger Wasser verschüttet wird. Der Tränkenippel I-Flex 14-SP wurde eigens für Legehennen entwickelt, die, wie auch im Fall von Theo Bos, keine gekürzten Schnäbel haben.

Weniger verschüttetes Wasser

Der Vorteil des neuen Tränkenippels schlägt sich auch im Futter- und Wasserverbrauch nieder, der zwischen dem neuen und dem ältesten Stall (errichtet 2010), in dem 34.000 Hennen nach den Anforderungen von ‚Beter Leven‘ mit zwei Sternen gehalten werden, unterschiedlich ist. „Als wir den neuen Stall bekamen, stellten wir auch auf FarmManager um, wodurch wir die Unterschiede zwischen den drei Ställen noch besser sehen. In den zwei Fenstern stellten wir einen deutlichen Unterschied fest. In dem Stall aus 2010 betrug das Wasser-Futter-Verhältnis 1,8 pro Henne, in den beiden anderen Ställen, in denen die eigens entwickelten I-Flex-Nippel verwendet werden, belief es sich auf 1,7.“

Es wird also ein Zehntelmilliliter Wasser weniger pro Tier und Gramm Futter verbraucht. „Dabei wurde plötzlich sichtbar, dass bei den Hennen mit ungekürzten Schnäbeln im ältesten Stall mehr Wasser verschüttet wurde. Sie trinken doch anders. Das verschüttete Wasser sorgt letztendlich für nasseren Kot. Wir haben zum Glück keine Gesundheitsprobleme oder Pickverhalten. Es ist reines Kleckern. Diese Erkenntnis über die anderen Tränkenippel entstand dank der Simulation.“

Höhere Wasserleistung

Der Stall aus dem Jahr 2010 steht zufällig einige Wochen wegen Wartungsarbeiten leer. Jansen Poultry Equipment tauscht dabei auch die abgenutzten, veralteten Druckregler. „Dass diese getauscht werden müssen, stellten wir auch fest. Es gab einen zu hohen Druck, wodurch das Wasser auch zu schnell herauskam. Auch das kann natürlich für verschüttetes Wasser sorgen. Wir sehen uns daher nun erst an, welche Auswirkungen dies hat, bevor wir eventuell in neue Nippel für diesen Stall investieren. Wir werden den Druck immer wieder etwas anders einstellen, vielleicht löst dies schon sehr viel.“ In allen drei Ställen verlaufen die Druckleitungen mit zwei Druckreglern pro Reihe zur Mitte.

Impex Tränkesysteme

Eier nach ‚Beter Leven‘ 3 Sterne

1993 gab es im Betrieb Boerderij De Peppel noch Hähnchen, Kühe und Schweine. 2010 hörte Theo Bos mit den Milchkühen auf und errichtete einen Stall für 41.500 Legehennen. 2016 wurde der veraltete Stall mit Kotkasten und Rosten renoviert und für 14.000 Legehennen adaptiert. „Eigentlich war der Stall auch für ökologische Haltung geeignet. Das habe ich drei Durchgänge gemacht, aber dann habe ich damit aufgehört. Es war nichts für mich.“

Mit dem Stall, der im Vorjahr fertig gestellt wurde, nutzt Bos alle Möglichkeiten seiner Genehmigung aus. „Da ich in dem 2010 errichteten Stall auf 34.000 Tiere reduziert habe, erfülle ich nun auch die Anforderungen für die Stallfläche pro Tier, sollte der Wintergarten nicht mehr berücksichtigt werden dürfen.“ Die Eier mit dem ‚Beter Leven‘-Siegel mit drei Sternen werden über den Lebensmitteleinzelhändler Spar verkauft. Die Produktion beträgt im Schnitt 385 bis 390 Eier pro Henne. „Das Ziel sind vierhundert. Dies wollen wir vor allem durch Veränderungen beim Futter erreichen. Derzeit fügen wir bereits am Ende des Durchgangs für die Schalenqualität Austerngrit als Calciumquelle zur Ration hinzu.“

Alles, was die Henne braucht, gibt Bos über das Futter. Er ist zurückhaltend mit der Gabe von Medikamentenmischungen über die Tränke. Das Wasser kommt aus einem Brunnen. Die NOVOgen-Hennen werden von Verbeek Broederij en Opfok aus Lunteren geliefert.

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